Er schiebt den Wagen in dem sein Sohn sitzt. Seine Tochter läuft vor und bleibt vor einem Regal stehen : „Papa, Papa darf ich das haben?“
„Was denn Süße?“ „Schaumküsse!“
„Warte doch bitte erstmal. Wenn du dir sofort was holst, kommst du gleich nur wieder mit was anderem. Entscheid dich bitte erst zum Schluss.“ „ich frag auch nach nix anderem, versprochen.“ Er seuft tief und sagt dann „nein, erst gehen wir komplett durch, dann holst du dir was.“
Sein Sohn angelt währenddessen nach Süßigkeiten im Regal und ruft „Das will ich haben!“ Er verschiebt den Wagen minimal, das sein Sohn sich auch beim Recken und Strecken nichts schnappen kann. Der Kleine lehnt sich frustriert zurück und taxiert seinen Papa mit einem bösen Blick. „Och Papa!“
Er grinst „was denn?“ „ich will das haben!“ „Ja und das und das und das auch! Überhaupt du willst doch alles haben.“ Er lacht „Tut mir leid. Nein.“
„Was will der kleine Schatzemann haben?“ seine Frau taucht auch und hält ihm was unter die Nase „Schau mal brauchen wir das?“
„ich will das haben!“ erklär ihr sohn ihr und zeigt darauf. „DAs möchtest du? Hier bitte!“
Er seufzt erneut „ich habe gerade gesagt, das er es nicht bekommt“ und wirft ihr einen bösen Blick zu.
„Wusste ich nicht“ sie zuckt mit den Schultern.
„Also was ist damit?“
„Womit?“
„Na das hier! Könnten wir brauchen.“
„Nein! bring es zurück.“
„Aber schau mal vielleicht können wir..“
Er reagiert genervt: „Warum fragst du mich eigentlich, wenn du es eh kaufen willst“
Sie reagiert auch genervt:“Wenn ich dich nicht frage, bist du wieder beleidigt.“
„ich will es nicht, ich sehe keinen Sinn darin.“
„Puh, meine Güte dann eben nicht.“
Seine Frau kommt zurück. Dieses Mal mit einer Tüte Lakritz.
„Ach und die nehm ich mit.“
Er schaut kurz rüber.
„Danke“
„Nee für euer Treffen morgen.“
Sie wirft die Tüte in den Wagen.
„Sie mag doch genau dasselbe wie du.“
Er reagiert einen Tick zu langsam.
„Ach so. Ja.“
Sie gehen weiter.
Er grinst „und was ist mit mir? was krieg ich?“
Seine Frau stöhnt: „Du hast mich und deine dich liebenden Kinder. Das muss reichen.“
Ihr Sohn beginnt nun Sachen aus dem Wagen zu fischen und versucht diese zu öffnen.
Er nimmt sie ihm aus der Hand.
„Papa!“ „Ja, zuhause!“ „Ich will süßigkeit!“ „Ja, zuhause!“
„Schatz, kannst du bitte Taschentücher und Klopapier holen? Dann geh ich direkt weiter zu der TK“
Er räumt beiläufig die Sachen von seinem Sohn weg und drückt diesem eine Laugenstange in die Hand.
„Hier. Bitte schön.“
Sein Sohn reißt die Laugenstange in drei Teile und brüllt den Namen seiner Schwester, die mit einem „WAS!“ aus einem Gang geschoßen kommt.
„Hier Essen!“ befiehlt er. „Es heißt wie bitte und bitte brüllt hier nicht rum.“ „Eins für meine Schwester. Eins für papa! Wo ist mama?“
„Holt sachen.“ „Mama braucht auch was!“ „Bekommt sie, keine Sorge“
Seine Tochter taucht kauend wieder auf „Kann ich auch zwei SAchen haben?“ „Wieso?“
Auf seinem Handy, auf dem er die Einkaufsliste geöffnet hat ploppt eine Nachricht auf. Er dreht sofort sein Handy seitlich und wischt die nachricht dann zur Seite.
„Papa!“
„WAS?“
„Es heißt wie bitte! und was ist jetzt darf ich zwei Sachen haben?“
„Ähm, weißt du was frag Mama. Und sag ihr wir brauchen noch Oregano. Steht nicht auf der Liste. Hab ich vergessen draufzuschreiben.“
Als seine Tochter abzischt, öffnet er den Messenger und schaut sich die Nachricht wieder in der Vorschau an. Er wirkt fahrig.
Kurz scheint es so, als wollte er die nachricht öffnen, dann switcht er wieder zu der Einkaufsliste. Er seufzt und streckt sich einmal. „Ich hab Durst“ erklärt sein Sohn postwendend. „Na dann schauen wir mal, mama hat deine Flasche sicher eingepackt. lass mal sehen.“