Auf der Couch

Er und seine Frau sitzen im Wohnzimmer auf der Couch und schauen eine Serie.
Sie: Sag mal war das Absicht, das du meinen Account benutzt hast? Sollte ich das sehen?
Er: „Hä? Wovon redest du?
Sie: „Naja ich bekomme jetzt sehr seltsame Vorschläge zum Kauf und mein Warenkorb ist voller komischer Bücher und Dingen, die ich nicht da rein gepackt habe.“
Er „Zeig mal her! Vielleicht wurde dein Account gehackt?“
Sie: „Glaube ich eher“
Er schnappt sich ihr Tablet klickt und wird plötzlich rot.
„oh.. Okay. Ähm. Ja also das war ich“
Sie lacht und legt ihm die Hand in den Nacken und krault seinen Hinterkopf.
„Also ehrlich ich fände es doof dich Meister zu nennen.“
Er windet sich etwas
„Ist ja kein Muss. Es geht eher um Kontrolle und Vertrauen.“
Sie: „Aber unser Sex ist doch schön.“
Er antwortet nicht
Sie: Oder?
Er: „Ja, schon. Aber irgendwie fehlt mir die Abwechselung. Und ich möchte halt was neues probieren und ich mag es die Kontrolle zu haben.
Sie neckt ihn: „Oh hast du hier nicht genug Kontrolle und musst machen was dein Frauchen dir sagt?“
Sie versucht ihn zu küssen, er dreht sich verärgert ab.
„Das ist nicht witzig.“
Sie runzelt die Stirn: „Du weißt das es nicht so gemeint ist?“
Sie versucht sich auf ihn zu setzen.
„Du bist doch mein sexy Mann.“
Er wirkt immer noch angepisst.
Sie dreht sich zu ihm, legt ihm die Hand auf den Oberschenkel und stützt mit der andere ihren Kopf ab
„Hey.“
Er reagiert nicht.
„Jetzt guck doch nicht so.“
„Wie guck ich denn?“
Er seufzt schwer.
Sie verdreht die Augen
„Ach Gott, hab ich jetzt wieder was falsches gesagt?“
„gut fand ich das nicht!“

„Gott du bist auch immer so empfindlich.“

Er fährt sich durchs Gesicht.
„Klar liegt an mir. Der Spruch macht es gerade nicht besser.“

Sie runzelt die Stirn:
„Gott, ich mag dich wirklich lieber wenn du nicht so melancholisch und so weinerlich bist.“

Er steht auf und will gehen.
Sie hält ihn an der Hand fest und versucht ihn zurück zuziehen.
„Hey. Tut mir leid.“
„Hmm, ja.“
„Wirklich! So war das alles nicht gemeint. Du bist wirklich sexy und ich liebe dich doch. Und wenn du das möchtest können wir das ausprobieren.“
„Hmm, du findest es ja lächerlich.“
„Vielleicht machen wir das teilweise und schauen was für uns passt.“
Er lässt sich langsam auf die Couch zurückfallen.
„Hmm, ja“
„Ja wo wir schon dabei sind ich muss dir da noch was sagen.“
Er: „was denn?“
Sie: Also zuerst mal finde ich gut, das wieder was mehr, ich sag mal Feuer dabei ist. Du hast mich ja richtig rangenommen. Fast so als müsstest du was beweisen.“
Er zieht seine Augenbrauen hoch: „Aha. und weiter?“
Sie: „ja, also nicht das es schlecht war. Es hat mir sogar sehr gut gefallen richtig gefickt zu werden.“
Er: „aber?“
Sie „Aber als du mich gewürgt hast bin ich fast in Ohnmacht gefallen. Es war krass intensiv und ich bin dann auch hart gekommen, aber ich war auch fast wegtreten.“
Er wiegt den Kopf hin und her und verändert seine Sitzposition: „Sollen wir ein Zeichen ausmachen, wo ich dich loslassen soll?“
Sie „Ja das wäre gut. Und wenn wir schon mal dabei sind. Hau doch bitte nicht so stark zu. Meine Popo und meine Unterschenkel haben blaue Flecken. Etwas ist ja okay. Aber vielleicht fährst du dich nochmal einen Tacken runter.“
„Hmm ja okay.“
„wirklich?“
„Ja, klar. Warum auch nicht?“

Sie schaut ihn noch einen Moment prüfend an, dann entspannt sich ihr Gesicht wieder etwas.

„Okay.“

Sie lehnt sich zurück gegen die Couch und zieht die Beine unter sich.

„Aber mal ehrlich …“
Sie grinst leicht.
„Das mit dem Hochheben fand ich schon ziemlich heiß.“

Er schnaubt leise durch die Nase.

„Ach ja?“

„Mhm.“
Sie schaut ihn kurz von der Seite an.
„Und dieses Dominante steht dir leider viel zu gut.“

Er versucht ernst zu bleiben, muss dann aber leicht schmunzeln
.
„Was heißt hier leider?“„Ja leider.“
Sie stupst ihn mit dem Fuß an.
„Bild dir bloß nix drauf ein.“

Er lehnt den Kopf gegen die Couch und atmet langsam aus.

Für einen kurzen Moment ist es still. Nur die pausierte Serie flackert lautlos über den Fernseher.
Dann schaut sie auf die Uhr.

„Boah, es ist schon wieder viel zu spät.“

Sie greift nach der Fernbedienung.

„Wir sollten die Folge zu Ende schauen und dann schlafen gehen.“

Er zieht eine Schnute.
„Hm. Schade.“
Sie hebt eine Augenbraue.
„Wieso schade?“
Er schaut sie mit gespieltem Ernst an.

„Naja … ich fühl mich ehrlich gesagt immer noch etwas mies.“
„Aha“
Er nickt eifrig, beugt sie zu ihr rüber und flüstert verschwörerisch:
„Ich hab mal gehört, Blowjobs sollen wahre Stimmungsaufheller sein.“

Sie verdreht die Augen und fängt an zu lachen.
„Na klar!“

Er nickt völlig ernst.
„Ist wissenschaftlich belegt. Es enthält stimmungsaufhellenden Substanzen.“
Sie prustet
„Netter Versuch.“
Er lehnt sich zurück und wirft kurz theatralisch die Arme in die Luft
„Da wollte ich UNS BEIDEN nur schnell was Gutes tun.“

Jetzt bricht sie richtig in Lachen aus.

Sie schaut ihn einen Moment liebevoll an. „du bist ein Spinner“, schüttelt grinsend den Kopf und startet die Serie wieder.

Er lehnt sich langsam zurück.

Für einen kurzen Moment wirkt alles wieder normal.